Zeit finden für Bewegung und Entspannung – Entspannungstechniken für Kinder

Stille und Entspannung haben es im Alltagstrubel oft schwer. Häufig sind Krisensituationen zu bewältigen, deren es viele im Schulalltag gibt. Jeder Test, jede Prüfung und sogar der Übertritt vom Kindergarten zum Schulleben lösen bei vielen Kindern Verunsicherung, Niedergeschlagenheit und Motivationshemmungen aus. Zu wenig oder zu einseitige Bewegung führt oft zu Haltungsschäden und Muskelverspannungen bei den Kindern. Eine häufig zu beobachtende eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit kann zur sozialen Isolation führen. Durch vorgeformte Bilder der Medien verkümmert häufig die Fantasie und Vorstellungskraft der Kinder. Das Anliegen unserer Seiten ist es, Wege zur Bewältigung des Alltagsstresses anzubieten und Eltern, Lehrern, Erzieherinnen Entspannungstechniken und Entspannungsmusik für Kinder vorzustellen. Wir stützen uns dabei auf eigene Erfahrungen und auf Berichte, die wir von Besuchern unserer Webseite erhalten. Die Kinder werden in den Übungen angeleitet, ihre innere Welt, ihr Körperempfinden, ihren Atem, ihrer Gefühle bewusst kennen zu lernen und dadurch an innerer Kraft und Selbstvertrauen zu gewinnen. Einige Möglichkeiten, dies zu erreichen, sind:

Kindgerechte  Fantasiereisen: Die Aufmerksamkeit wird nach innen gelenkt. Das fördert den Abbau von Ängsten und erleichtert die Bewältigung von Konflikten und schult die Kreativität. Fantasiereisen dienen als Transfer  inhaltlicher Übungen des Autogenen Trainings.

Übungen aus dem Yoga halten die Knochen sowie die umgebenden Muskeln gesund, stark und beweglich. Haltungsschäden kann so vorgebeugt werden.

Atemübungen: Spielerische Übungen beugen Erkrankungen der Atemwege vor und beruhigen die Gedanken.Massagegeschichten helfen, den Körper bewusst wahrzunehmen, was häufig die gesamte Körperhaltung deutlich verbessert.

Übungen aus dem Yoga und dem PMR Können Haltungsschäden verhindern, die Konzentration schulen, sie helfen Schulängste und andere Stressindikationen zu bewältigen oder vorzubeugen.

Das Malen nach Musik führt zu  Entspanntheit und Gelassenheit, die Wahrnehmung wird geschärft und die Distanz zum Alltag ermöglicht.

Fantasiereise und Entspannungsritual

Ich zitiere aus einem Erfahrungsbericht, den eine junge Pädagogin auf der Seite http://www.learn-line.nrw.de/angebote/schulberatung/main/foyer/fantasie/phantasie_planung.html veröffentlicht hatte, und in dem wesentliche Momente eines Entspannungsrituals mitgeteilt werden:

„Um Kinder eine Phantasiereise erleben zu lassen, ist es unabkömmlich, sich vorher ein paar wichtige Dinge zur Durchführung anzueignen. Zur Einleitung und Entspannung muss der Lehrer die Kinder durch entsprechende Suggestionen, wie z.B. das Schließen der Augen, Einnehmen einer bequemen Körperhaltung, ruhiges Atmen, usw., in einen Entspannungszustand bringen.

Die Einleitung zu einer Phantasiereise, wie auch die Rückholung nach derselbigen, sollte gerade für Kinder immer mit einer festen Phrase stattfinden, um den Ablauf zu ritualisieren. Ein Beispiel für eine Anfangs- und Schlussphrase ist im Anhang dieser Arbeit zu finden.

An so eine Anfangsphrase schließt sich die eigentliche Durchführung der Phantasiereise an, wobei die Geschichte ruhig, langsam und nicht zu laut vorgetragen und je nach Handlungsverlauf mit Sprechpausen Zeit für eigene Phantasien eingeplant werden sollte.

Das Ende der Phantasiereise ist gleichzeitig die Rückholphase. Hierbei ist es sehr wichtig, die Kinder aus ihrem teilweise leicht veränderten Bewusstseinszustand behutsam wieder in die Realität zurückzuführen. Gerade hier ist die Verwendung einer festen Schlussphrase besonders hilfreich, da die Kinder so das Ende einer derartigen “Reise” leicht erkennen. Ein Lauterwerden der Stimme und Aufforderungen an die Kinder, sich zu strecken und durchzuatmen verstärkt die Rückholung noch.

Eine vierte und letzte Phase einer Phantasiereisendurchführung bietet die Auswertung, die gerade Kindern den Raum zur Wiedergabe und Verarbeitung des Erlebten gibt. Hierbei bieten sich, wie schon genannt, Malen, Basteln, Erzählen oder das Verfassen eigener Texte an.“

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